Kapitel 3: Hassans Notizen
Es handelt sich scheinbar um Persönliche Notizen des Hassan Filius Reinaldo ex Verditius (ca. A.D. 1200)
Es ist geschafft!! Ich bin mein eigener Herr!! Lange genug musste ich mich gängeln lassen, nun werde ich die Studien nach eigenem Dünken vorantreiben auf dass das Ziel so bald als möglich erreicht wird!
Auf dem Tribunal wurde eröffnet dass in den nördlichen Gefilden Iberiens eine stark dezimiertes Covenant Ausschau hält nach neuen Mitgliedern. Abseits gelegen und weit vom Einfluss des Kalifen entfernt.
Nach langer beschwerlicher Reise stehe ich nun vor den Toren eines unerwartet großen und gut erhaltenem Gebäudes im römischen Stile. Sollte mir so bald schon der gebührende Luxus wieder zuteil kommen?! Bei Allah, ich darf mich nur nicht vorschnell der Hoffnung hingeben. Haben doch die Reaktionen der Ungläubigen auf mich gelehrt, dass das Ziel noch in weiter, weiter ferne liegt!
BÄDER wirklich und wahrhaftig! Oh wie habe ich dieses Labsal während meiner Lehrzeit vermisst.
Ein Sanctum fast so groß wie das Covenant meines Paters, eine nicht unerhebliche Menge an VIS und vier Sodales mit denen ein Auskommen möglich erscheint.
Allah sei gepriesen!
Hier sind einige Abschnitte nicht mehr lesbar.
Nun stehen wir also vor den Mauern der Stadt. Wohl oder übel werden wir uns hinein begeben müssen, auch wenn Darius meine Abneigung vor Menschen- und Tiermassen zu teilen scheint. Friedrich führte uns zu einem Kramladen in einem eher ärmlichen Vierte. Der Kaufmann scheint ein umgänglicher und verschwiegener Geselle zu sein und hatte doch tatsächlich VIS. Doch nicht genug, auch andere meiner Bedürfnisse können durch ihn befriedigt werden. So versprach er in kurzer Zeit einen passenden Amboss besorgen zu können und dass er Quellen für von mir benötigte Steine und Materialien hätte.
Auf dem Weg zu dem von Friedrich gewählten Gasthaus wurden wir Zeuge eines Überfalls. Sancho der sich sehr bemüht hatte konnte den Räuber allerdings nicht fangen. Was äußerst schade ist, da das Opfer ein reicher und einflussreicher Kaufmann ist, den ich gerne auf unserer Seite gewusst hätte.
Endlich wieder aus der Stadt! Das nächste Ziel bietet laut Friedrich sogar zwei VIS-Quellen.
An dem Ort angelangt scheint der sonst eher verschwiegene Coinnagh regelrecht aufzublühen. Und ich kann nur zustimmen ein fast schon magisch schöner Ort. Gespeist von einem kleinen Wasserfall liegt ein Teich inmitten einer Lichtung. Die ganze Umgebung strahlt eine solche Ruhe und Kraft aus, dass selbst die Tiere kaum zu vernehmen sind.
Nach einem entspannenden Bad hatte ich mit Hilfe der Aufzeichnungen zusammen und Ovotius die Apparatur für die erforderliche Destillation aufgebaut und nun harrten wir alle der Dinge die da kommen sollten.
Wahrhaftig ein Einhorn hat das Wasser besucht und kam zur Tränke. Ich möchte hier allerdings nicht die Reaktionen und Absichten Ovotius niederschreiben, nicht dass Coinnagh eines Tages dies liest, es scheinen schon genug Spannungen zwischen den Beiden zu erwachsen.
In der Nacht des Besuches und darauf konnten wir dann VIS gewinnen. Auch die zweite Quelle konnte abgeerntet werden.
VERDAMMT, verdammt, verdammt!!!
So viel Unglück auf einmal! Aber irgendwann musste der Balken der Waage sich auch wieder ausgleichen, lief es doch schon fast zu gut für mich in letzter Zeit.
Eine Jagdgesellschaft hatte ausgerechnet 2 Tage vor Abschluss unserer Arbeiten den Teich als Ziel gewählt.
Darius konnte zwar mit Hilfe eines Grogs einen Teil der Gesellschaft ablenken doch Fernando, der Sohn des örtlichen Barons kam zusammen mit 2 Begleitern und einer Dame zum Wasser.
Er vertrieb Coinnagh regelrecht. Der war nachdem wir die Apparatur schnell abgebaut hatten zusammen mit Sancho zurückgeblieben.
Als klar wurde dass der Trupp sich für eine Übernachtung anschickte waren wir zum Handeln gezwungen. So hatte Ovotius mit Hilfe einer Illusion versucht vor einem Verweilen zu warnen, doch dieses großspurige Söhnchen wollte nicht hören. Über die restlichen Aktionen möchte ich gar nichts weiter festhalten, nur so viel: Ich sollte in Zukunft überlegen vor dem Handeln!!!
Jedenfalls konnten wir die Leute loswerden. Wir sind dann allerdings einen Tag zu früh abgezogen, mussten wir doch den Edelmann fesseln und knebeln und ein wenig seinen Geist manipulieren.
Mit der Hoffnung dass diese sehr ergiebige Quelle durch die Ereignisse nicht verloren ist sind wir nun auf dem Weg zur nächsten.
Leider ist hier das Pergament durch Wasser stark beschädigt.