Drachenjagd

Wie einige Angehörige Atriums ausziehen, um dem Geheimnis eines Drachen auf die Spur zu kommen.


Am Morgen des darauffolgenden Tages trennen sich die Wege der Reisegesellschaft vorrübergehend. Während die übrigen Reisenden auf dem direkten Weg nach Atrium zurückkehren, verweilt Coinneach vorerst am Teich, um einigen, wie er sagt, privaten Angelegenheiten nachzugehen. Kurze Zeit später tritt er ebenfalls die Heimreise an und stößt in der Nähe des Spukhauses auf die anderen Magi, um mit ihnen gemeinsam die letzte Vim-Vis-Quelle in Augenschein zu nehmen, die sich in Kristallform an einem Bach in der Nähe des Hauses befinden soll.

Nachdem noch einige Tage bis zum vollständigen Kristallisieren des Vis verstreichen werden, nutzt Darius die Gelegenheit, dem Bewohner des Spukhauses einen erneuten Besuch abzustatten. Auf die Bitte des jungen Magus hin wird der ``Geist'' auch erstmalig für seine Begleiter sichtbar, um sich als Fulbertus Filius Notatus vorzustellen. Natürlich wird den meisten der anwesenden Gelehrten sofort die Implikation dieses Namens klar, was eine Reihe anstrengender Fragen für Fulbertus zur Folge hat. Wie sich herausstellt, scheint das Zeitgefühl des Erzmagus während der letzten Jahrhunderte (!) gelitten zu haben, was daran liegen mag, dass er von den mondänen Ereignissen um sich herum keinerlei Notiz nimmt.

Auch Quemada ist von der schieren Existenz Fulbertus' überrascht, wusste sie doch nicht, dass dieser jemals Mitglied Atriums war. Sie trägt aus aktuellem Anlass ein akustisches Phänomen an die Aufmerksamkeit ihrer Kollegen heran, von dem sich diese während ihrer Anreise mitunter bereits selbst überzeugen konnten: von Osten her ist zuweilen ein lautes, unregelmäßiges Grollen und Donnern zu hören. Da einst eine Atrium'sche Expedition auszog, um einen Drachenhort zu erforschen, hält sie die Möglichkeit, es mit einem solchen zu tun zu haben, nicht für ausgeschlossen und möchte die Sache gerne untersucht wissen.

Da Hassan nach wie vor stark verletzt ist, Ovotius sich die körperliche Anstrengung einer Reise durch das Gebirge nicht zutraut und Darius durch seine Tätigkeit als neuer Bibliothekar in Beschlag genommen wird, zieht Coinneach aus, um der Sache auf den Grund zu gehen. Er wird von Marcus und Emilio, einem umgänglichen Schankwirt, der zuweilen im Dienste Atriums steht, weil er, ebenso wie Marcus, mit dem hiesigen Wald und Flur gut vertraut ist, begleitet.

Die Reise in die östlich gelegenen Berge verläuft weitestgehend ereignislos. Am zweiten Tag treffen sie auf eine Reisegruppe bestehend aus drei Männern, die das Gebirge eiligst hinter sich lassen, um, wie sie sagen, in ihre Heimat nach Toledo im Süden zurück zu kehren. Ihre Antworten auf ihnen gestellte Fragen erweisen sich als ausweichend und Emilios Menschenkenntnis offenbart ihm einen zwiespältigen Charakter seiner Gesprächspartner.

Man entschließt sich am Abend am Fuße des Gebirges zu lagern, um die Über- bzw. Durchquerung am nächsten Tag in Angriff zu nehmen.

In der Nacht wird das Donnern und Grollen, das bislang aus unbestimmbarer Ferne zu kommen schien, lauter und deutlicher und tätsächlich erscheint nach einiger Zeit ein Drache, der den Weg ins Tal hinab trabt und von den verborgenen Beobachtern keine Notiz zu nehmen scheint. Er besitzt ein reptilienartiges Erscheinungsbild in der Größe eines ausgewachsenen Bullen. Sein Körper ist über und über mit glänzend weißen Schuppen bedeckt.

Die drei Abgesandten Atriums entschließen sich, ihm in respektvoller Entfernung zu folgen, um auf diese Weise das Ziel des Ungetüms in Erfahrung zu bringen. Der Drache scheint konsequent den Weg der Reisenden zurück zu verfolgen, was ihn und seine Verfolger, näher und näher an Atrium heranbringt. Als die Entfernung zum Covenant auf eine gute Stunde Fußmarsch zusammen geschrumpft ist und die ersten Überlegungen einsetzen, das Monster von seinem Ziel, auf das es offenbar geradlinig zusteuert, abzulenken, vernehmen die Verfolger in einiger Entfernung Kampfeslärm, den zu erkunden sie sich nun zügig nähern.

Sie entdecken den Drachen im Gefecht mit den drei Reisenden, die zu treffen sie am Vortag das zweifelhafte Vergnügen hatten. Einer von ihnen scheint tot oder schwer verletzt zu sein, während ein anderer gerade entsetzt die Flucht ergreift. Der letzte und älteste, offenbar ein Magus, erwehrt sich seines Gegners mit allerlei astralem Feuerwerk. Im Versteck der Verfolger entbrennt eine Diskussion darüber, ob man in den Kampf eingreifen solle, was man letztlich aufgrund der ungeklärten Verhältnisse der Kämpfenden unterlässt.

Am Ende des Kampfes unterliegt der Magus, um durch einen Klauenschlag zu Boden zu gehen. Daraufhin versucht der Drache einen Gegenstand aus dem Rucksack seiner Gegner zu extrahieren und verwandelt sich, als ihm dies misslingt, in einen jungen Mann. Dieser formt aus Stein einen eiförmigen Kokon um den Gegenstand, den er, zurück in seiner Drachengestalt, mit einem Tritt einer seiner mächtigen Tatzen zertritt, sodass nichts als winzige Steinsplitter zurückbleiben. Daraufhin dreht er sich um und marschiert zurück nach Osten.

Die Verfolger verlassen ihr Versteck voller Erfurcht, um den Kampfplatz in Augenschein zu nehmen. Sie baren die Toten sowie die Fragmente des Kokons auf und überführen sie nach Atrium, um dort von den Ereignissen zu berichten. Der geflohene Verletzte gibt für sich und seinen verstorbenen Kameraden die Namen Francis and Paolo an. Die drei hatten einen Gegenstand aus dem Drachenhort entwendet, was den wütenden Eigentümer auf ihre Fährte brachte. Quemada kennt den Magus, Flagrare, und beschreibt ihn als einen Tor und Nichtsnutz.

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