Der ruhige Ausflug nach Leon
Bisher war nicht viel passiert, ausser dem üblichen für Magier.
Magier beschwört Dämon, Magier bekommt einen großen Schatz von Dämon, Magier hilft Dämon, Magier wundert sich, wieso alle außer ihm das schlecht finden.
Wir befanden uns in Leon am Hofe des Königs, der, wegen obiger Verfehlung, Hassan festhielt. Emilio, Lantos und ich versuchten unser bestes, was nicht wirklich viel war, um Hassan aus dieser misslichen Lage zu befreien.
Ich wurde zu unserem Gefangenen Samuel geschickt, um zu erfahren, was dessen Aufgabe war, bei dieser Entführung. Ich erfuhr, dass Samuel die Notizen des Haushofmeisters Fernandez di Lamara zum Landgut der Prinzessin, namens Villa Felicia, und dort dem Verwalter Miguell übergeben sollte. Hassan war über diese Neuigkeiten sehr erfreut und schickte alle deren er habhaft werden konnte, zu diesem Landgut. Dort angekommen, zeigte sich Lantos mal wieder von seiner unsympathischen Seite, mit entsprechend wenig Erfolg. Alles was wir glauben erfahren zu haben war, dass die Aussagen von Samuel wohl stimmen werden und Miguel der Verwalter des Landgutes etwas zu verbergen hatte. Da Miguell aber nichts gestand und einige Personen vom Landgut ihm beistanden, beschloss Lantos und Emilio, die Villa zu beobachten. Während ich es mir gemütlich machte in MEINEM Zelt, frohren die anderen in Sichtweite zur Villa. Lantos, der selber keine Wache schieben wollte, bat mich seine Wache zu übernehmen, was ich auch gerne bereit war zu machen, da er ziemlich müde aussah. Dieser Lantos scheint mir ein ziemliches Weissbrot zu sein. Emilio hatte wohl eine erbärmliche Nacht, denn er legte sich sogleich am Morgen mit Lantos an, was diesem einfallen würde, sich in ein warmes Zelt zurück zu ziehen und die Wache einer anderen Person zu überlassen. Beide Mannsbilder beleidigten sich aufs vortrefflichste. Das Ergebnis war, Lantos hatte eine blutige Nase, Emilio war bewußtlos und Roul hatte eine kleinen Kratzer von Emilios Streitkolben. Schlimmer aber noch war, Lantos und Emilio fühlten sich tief gekränkt, jeweils durch den anderen. Lantos und Roul ritten nach Leon und erklärten sich für nicht mehr zuständig für Hassan. Nachdem Emilio wieder zu bewußt sein kam, ritten auch wir nach Leon. Ich konnte Hassan überreden den armen Samuel frei zu lassen. Nach einigem hin und her teleportieren war Samuel frei und Emilio und ich wurden wieder mit der Observation des Landsitzes beauftragt. Kaum kam Samuel dort an, beobachteten wir eine Kutsche auf der Miguel die Villa verließ. Emilio und ich verfolgten diese. Emilio hatte offensichtlich noch nicht genügend mist gebaut, denn er hänselte mich auf der ganzen Strecke. So wäre ich nur gut für die Küche oder ich könnte nicht gut mit Pferden umgehen. Das ärgerte mich sehr, denn schliesslich war sein Auftritt bei der Auseinadersetzung mit Lantos so erbärmlich, daß ich mich nicht auf ihn verlassen würde, sollte es zu einer Auseinandersetzung mit Miguel kommen. Ich denke Emilio ist ein richtig eingebildeter Pfau, kaum zu glauben, aber ich hatte in Leon wirklich den Eindruck von ihm, als wäre er eine sehr anziehende Person. So verfolgten wir Miguel bis nach Oviedo.
Kurz vor Oviedo trafen wir einen Reitertrupp unter dem Kommando von Lantos, das den Auftrag hatte Miguel festzunehmen. Mit den Informationen die ich von Samuel erfahren hatte und der Einschätzung von Lantos über den Verwalter Miguel, hatte Lantos das Landgut durchsuchen lassen und dabei Rosaria die Frau von Fernandez di Lamara befreien können. Auch ein weiterer Scherge namens Jum wurde bei der Durchsuchung festgenommen.
Ich konnte unter Mithilfe des Reitertrupps Miguel festnehmen.
Emilio, der immer noch verärgert war über Lantos, blieb in Oviedo. Lantos und Miguel brachte ich zurück nach Leon und übergab Miguel an die Stadtwache. Lantos mußte gleich wieder abreisen, wegen dringender Geschäfte, so übernahm ich es, Hassan zu informieren. Obwohl ich mein bestes Tat, um die Ereignisse Hassan zu vermitteln, vermutete er, dass die Ereignisse etwas mit dem Vollmond zu tuen haben. Vermutlich hat das etwas mit seiner komischen Religion zu tuen, die den Halbmond anbetet. In der folge Zeit wurde Hassan freigesprochen und so kann er jetzt wieder munter hexen und beschwören.
Eines habe ich bei diesem ruhigen Ausflug aber gelernt, Hassan ist jemand mit einem sehr ausgeprägten Geschmack. So hat er ein Buch, in dem er die Seiten fast jeden Abend mit wunderschönen Verzierungen versieht. Es hat blüten weisses Papier und es fühlt sich ganz herrlich weich an. Eigentlich ist es zu Schade für den Stuhlgang.