Labor am Fluss

Etwa eine Wegstunde von Atrium entfernt liegt innerhalb eines sonst üppigen Bewuchses eine weniger stark bewachsene, beinahe kreisrunde Waldlichtung. In ihrer Mitte steht ein mächtiger, alter Baum. Sie wird von einem eilig dahin plätschernden Flüsschen durchschnitten, das sie, von Süden her über eine kleine Anhöhe springend, im westlichen Drittel durchschneidet. Der Rand der Lichtung wird von dichtem Unterholz und strauchigem Buschwerk begrenzt. Das Innere ist keineswegs öde oder kahl, sondern von zahlreichen, unregelmäßig stehenden, Laub- und Nadelhölzern durchsäumt sowie von mehreren großen, mehr oder weniger bewachsenen Felsquadern durchsetzt.

Auf der Höhe, auf der die Begehung Atriums auf die ost-west-verlaufende Römerstraße trifft, zweigt ein, für das unbedarfte Auge kaum wahrnehmbarer, sich in der Tiefe des Waldes beinahe vollständig bis zur Unkenntlichkeit verlierender, Trampelpfad ab, der in geschwungenen Serpentinen von Nordosten her kommend durch das dichte Buschwerk in Richtung Südwesten zu der Lichtung führt. Würde ein Besucher nicht bereits von einiger Entfernung her das beschauliche Murmeln und Rauschen des Flusses hören, er wäre kaum motiviert, diesen unwegsamen Pfad zu beschreiten, verspricht doch die Römerstraße ein in jeder Hinsicht weitaus komfortableres Fortkommen. Glücklicherweise erstreckt sich der Weg zwischen Straße und Lichtung über eine Strecke von über 30 Gehminuten, sodass sich kaum ein unachtsamer Wanderer, Jäger oder Fallensteller in diesem, sinister wirkenden, Teil des Waldes in die Nähe der Lichtung verirrt.

Quer über den Fluss ist ein mittelgroßes Blockhaus gebaut, das zum Teil auf steinernen Pfeilern ruht, um den saisonal anschwellenden Fluten zu trotzen. Das Innere des Hauses ist in zwei Zimmer aufgeteilt; beide haben Zugang zu einem gemauerten, steinernen Kamin, der direkt über dem zentralen Stützpfeiler der Brückenkonstruktion errichtet ist, um sein Gewicht zu tragen.

Hinter dem Haus, auf der westlichen Seite des Flusses liegend, ist eine grobe, runde Steintafel auf drei hüfthohen Stützsteinen abgelegt. Sie bildet die Mitte eines konzentrischen Kreises, dessen Fläche von 12 kleinen, grob gehauenen Obelisken eingefasst wird.

Es heißt, dass das Haus früher einmal von zwei Magiern gemeinsam bewohnt worden sei. Heute heißt sein Bewohner Coinneach, der mit Fionntan dort residiert.

Umgebung des Labors als Bild ...

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